Eine Niederlage, die nicht weh tut

Erstellt am Montag, 05. Dezember 2011 Geschrieben von Fritz Gesch

Die Reetzer Handballmannschaft war vor dem Auswärtsspiel gegen den Grünheider SV IV wahrlich nicht zu beneiden. Nur 6 Feldspieler und die beiden Torhüter Tobias Petruschke und Enrico Nichtern konnten die Fahrt  zum hohen Favoriten antreten. Da konnte einem wirklich angst und bange werden. Aber dann kam in diesem Match doch alles ganz anders als befürchtet wurde. Von Beginn an gingen die Gäste äußerst konzentriert in die Partie und sie setzten Kräfte frei die ihnen kaum einer zugetraut hätte. So gelang es der favorisierten Heimtruppe nicht, sich von ihrem Kontrahenten entscheidend abzusetzen. Bis zum Halbzeitpfiff führten die Randberliner nur mit einem mageren Törchen 12:11. Dieses schier unglaubliche Zwischenresultat war schon eine Riesenüberraschung, doch was dann von Beginn an im zweiten Spielabschnitt aus Reetzer Sicht ablief war noch eine Nummer besser. Ab der 35. Spielminute waren die Gäste sogar das dominierende Team. Sie lagen über weite Strecken dieser Halbzeit stets mit einem Treffer vorn (15:16, 16:17, 18:19, 19:20, 20:21, 21:22). Besonders Jens Lindenberg war an diesem Tag in seinem Tatendrang nur schwer zu bremsen. Mit 12 erzielten Treffern avancierte er zum uneingeschränkten Torschützenkönig dieser Partie. Da auch die anderen Oderbrücher das gegnerische Tor, treffsicher wie nie zuvor trafen konnte das TSV-Team den Ausgang des Spiels bis kurz vor Spielende offen halten. In der 51. Spielminute allerdings kam es für die Gästetruppe knüppeldick. Ihr Torhüter Tobias Petruschke kam beim Abfangen eines Konters etwas zu spät aus dem Torkreis gelaufen und hat dabei den gegnerischen Feldspieler regelwidrig gestoppt. Dafür erhielt er die rote Karte. Nun wendete sich das Blatt. Grünheide baute seine Torführung auf mehrere Treffer aus, und die erschöpften Reetzer konnten ihren Rückstand bis zum Abpfiff nicht mehr wettmachen. Am Spielende freuten sich die Oderbrücher über ihre tolle Mannschaftsleistung und die daraus resultierende knappe Niederlage fast mehr als die Hausherren über ihren Sieg.

Minimarathonlauf im Jahnstadion

Erstellt am Dienstag, 07. Juni 2011 Geschrieben von Fritz Gesch

Frank Seemann vom KSC Neutrebbin hatte dieses Laufspektakel wieder organisiert und durchgeführt. Hundertvierzehn laufbegeisterte Mädchen und Jungen hatten sich zum diesjährigen Minimarathonlauf im Freienwalder Jahnstadion eingefunden und lieferten sich in den einzelnen Altersklassen überaus packende Laufduelle. Einige Läuferinnen und Läufer konnten ihre Vorjahreserfolge wiederholen. Marc Torzewski Inselgrundschule Neuenhagen, Monique Wenzel, Sarah Müller, Timo Keil, Paul Kaspruk, alle Grundschule Altreetz und Sophie Merten Käthe Kollwitz – Grundschule Bad Freienwalde ließen sich auch in diesem Jahr nicht von ihren Kontrahenten überraschen und gewannen ihre Läufe souverän. Ganz besonders freute sich in diesem Jahr Dan Schirrmeister (K.K.- GS) über seinen Erfolg, der nach vielen Anläufen erstmalig auf den heiß ersehnten ersten Platz ankommen konnte. Auf der anspruchsvollen bergigen Laufstrecke gingen aber nicht alle Träume in Erfüllung. Elsa Wolff (GS Altreetz) musste diesmal die läuferische Überlegenheit ihrer Rivalen Pauline Ott (K.K.-GS) anerkennen und ihr den Vortritt überlassen. Der anwesende Sportkoordinator des Kreises MOL René Dunst drückte seine Zufriedenheit über diese gelungene Laufveranstaltung mit den Worten aus:„ Hier komme ich immer wieder gerne her.“

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Zweite Halbzeit gehörte den Gästen

Erstellt am Montag, 11. April 2011 Geschrieben von Fritz Gesch

ImageIn einer spielerisch auf keinem allzu hohen Niveau stehenden Partie bezwangen die Altreetzer ihren alten Rivalen von SV Jahn Bad Freienwalde III klar mit 33:26 Toren. Lange Zeit sah es in dieser Begegnung aber keineswegs nach diesem deutlichen Reetzer Erfolg aus. Taktisch unklug beraten versuchten die Oderbrücher durch einen vorgezogenen Abwehrspieler die gegnerischen Spielzüge zu stören. Dadurch aber entstand im Abwehrverband in der Kreismitte eine unübersehbare Lücke, die die Kurstädter wiederholt zum Torerfolg zu nutzen wussten. Statt die Abwehr nun umzustellen, übten sich die Reetzer Akteure in Schuldzuweisungen an die eigenen Nebenleute. Besser wurde das Spiel der Gäste dadurch allerdings nicht. Im Angriff schien ein Wettbewerb im Auslassen von Torchancen zu laufen. Acht Mal scheiterten die Reetzer Torwerfer daran bei Tempogegenstößen das Spielgerät im Gehäuse ihres Kontrahenten unterzubringen. Am Ende des ersten Spielabschnittes führte das Gästeteam knapp mit 15:13 Toren, damit war der Ausgang des Spiels weiterhin völlig offen. Eine aufrüttelnde Standpauke ihres Mannschaftskapitäns Oliver Schirrmann zeigte im Gästeteam nach dem Wechsel sofort Wirkung. Es brachte die Reetzer in die Erfolgsspur. Nun endlich wurde bei den Oderbrüchern Handball gespielt, wie es sein sollte. Die Abwehr erwies sich jetzt als recht sattelfest und verdiente es als solche auch bezeichnet zu werden. Man hatte auf einem 6:0 Abwehrriegel umgestellt und das erschwerte zusehends die Bemühungen der Gastgeber sich am Kreis wirkungsvoll durchzusetzen. Viel entscheidender aber war, dass das gegnerische Tor jetzt kein unüberwindliches Hindernis mehr darstellte. Jetzt zeigten Jens Lindenberg (12 Tore), Oliver Schirrmann (7 Tore) und Mario Srock endlich die gewünschten Torwurfqualitäten, die ihnen in Halbzeit 1 scheinbar abhanden gekommen waren. Der TSV konnte so seinen Torvorsprung zeitweise auf neun Treffer ausbauen (22:31). Während die Hausherren aus akuter Personalnot heraus während der gesamten Spielzeit mit 6 Feldspielern agieren mussten, konnte der TSV verstärkt seine Reservespieler zum Einsatz bringen. Erfreulich, dass Guido Herse 3 Tore zum Erfolg beisteuern konnte und Nachwuchsspieler Roberto Bölke bei seinem ersten Einsatz für sein Team gleich ein Treffer gelang. So hatte diese Partie am Ende für die TSV Akteure noch einen versöhnlichen Abschluss gefunden.

Das waren zwei schwer erkämpfte Punkte

Erstellt am Dienstag, 05. April 2011 Geschrieben von Fritz Gesch

ImageDie in diesr Saison nicht allzu sehr erfolgsverwöhnten Reetzer Handballer mussten am Wochenende bei der 3. Vertretung vom MTV 1860 Altlandsberg antreten. Das war für dir die Oderbrücher keine leichte Aufgabe. Aber durchaus lösbar, denn der TSV hatte in seiner Vereinsgeschichte noch nie eine Begegnung gegen diesen Kontrahenten verloren. Das was die Sache allerdings so schwierig gestaltet ist, dass man bei diesem Team nie weiß, wer aus der Fülle der vielen Altlandsberger Handballtalente zum Einsatz kommt. Während die Gäste mit einer dünnen Personaldecke aufwartete (nur 1 Reservespieler), konnten die Hausherren aus dem Vollen schöpfen und hatten mehr oder weniger die Qual der Wahl wer bei ihnen spielen soll. Trotz dieses personellen Handicaps boten die Reetzer von Anfang an eine ungewöhnlich engagierte und sehr konzentrierte Leistung über die gesamte Spielzeit hinweg. Das war der einzig richtige Weg gegen die spielfreudigen jungen Altlandsberger Akteure erfolgreich bestehen zu können. In dieser überaus spannenden Partie gestattenten die Oderbrücher ihren Konkurrenten nur einmal in Führung zu gehen. Das war gleich zu Beginn dieser Begegnung, als der MTV mit 2:1 Toren einmal vorn lag. Danach führten stets die Reetzer mit einem oder mehreren Treffern. Leider hatte aus Sicht des TSV dieser Torvorsprung nicht allzu lange Bestand. Immer wieder kämpften sich die Gastgeber ran und schafften in diesem Match siebenmal den Ausgleich. Aber immer dann wenn die Hausherren glaubten selbst in Führung gehen zu können scheiterten sie am Teufelskerl Tobias Petruschke im Altreetzer Tor, der in diesen entscheidenden Situationen die Nerven behielt und schier unmöglich zu haltende Bälle parierte. Hochdramatisch verliefen die letzten Spielminuten. In der 50. Spielminute meistert Roberto Luft einen gegnerischen 7-Meter-Wurf und als dann im Gegenzug Lutz Hartmann seinen ersten Treffer im Altlandsberger Gehäuse zum 17:20 unterbringen konnte, schien eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Doch das erwies sich als ein Trugschluss. Die Gastgeber gaben sich dadurch keineswegs geschlagen, legten zu und schafften in der 55. Spielminute den Ausgleich. Doch es sollte für die Gäste noch schlimmer kommen. 2 Minuten nach dem Ausgleich erhielten die Hausherren erneut einen 7-Meter zugesprochen und wieder stellte sich Roberto Luft diesem Duell. Angespornt von der großartigen Leistung seines Mitspielers Tobias Petruschke hielt er auch diesen Strafwurf. Wer nun das nächste Tor wirft, da konnte man sich ziemlich sicher sein, der wird das Spielfeld auch als Sieger verlassen. Diesen entscheidenden Treffer erziehlte dann Lars Herzberg für den TSV zum 20:21. Der Ausgang dieser Begegnung war, wenn man den gesamten Spielverlauf betrachtet, letztendlich nich unverdient was am Ende auch die unterlegenen Gastgeber fair bestätigten.

Partie selber vergeigt

Erstellt am Sonntag, 27. März 2011 Geschrieben von Fritz Gesch

ImageNach der 20:22 Heimpleite saßen die Reetzer noch lange mit versteinerten Minen in der Umkleidekabine und grübelten darüber nach, wie ihnen diese Partie noch entgleiten konnte. In der ersten Halbzeit dominierten die Hausherren deutlich das Geschehen auf dem Spielfeld. Herausragend das Abwehrverhalten der Oderbrücher. Nach sage und schreibe 15 Spielminuten gelingt den Gästen der erste Treffer zum 4:1. Schwach dagegen waren die Angriffsleistungen der Reetzer. Nur 10 Tore gelangen den Gastgebern bis zum Halbzeitpfiff. Angesichts ihres deutlichen Fünftorevorsprunges fühlten die Hausherren sich wohl schon auf der sicheren Seite. Wie ist es sonst zu verstehen, dass sie völlig überrascht waren als Fürstenwalde zu Beginn der zweiten Halbzeit, die bis dahin so stabil wirkende Reetzer Abwehr mit schnellen Spielzügen fünf Mal hintereinander überwinden konnte und auf 11:10 herankam. Zwar konnte Jens Lindenberg sein Team noch einmal auf 12:10 in Führung bringen, doch dann begannen die Gäste die Begegnung langsam zu ihren Gunsten zu entscheiden. Zuerst erzielte Fürstenwaldes erfolgreichster Werfer Peter Wienas den Ausgleichstreffer zum 13:13. Danach mussten dann die Oderbrücher vorübergehend einen Rückstand hinterherlaufen (13:14, 14:15,15:17). Hoffnung keimte bei der Heimtruppe noch einmal auf, als es den TSV Spielern zweimal gelang wieder in Führung zu gehen (18:17, 19:18). Als in der 54. Minute Bernd Syrbe im Reetzer Tor großartig einen Siebenmeterwurf parierte, bestand sogar die Möglichkeit noch einmal einen Zweitorevorsprung herauszuwerfen. Doch diese Chance wurde kläglich vergeben. Stattdessen erzielte Fürstenwalde doch Pierre Wasseng den Ausgleich. Diesem Spieler war es dann auch vorbehalten in den spannenden Schlussminuten die entscheidenden Treffer für das Gästeteam zu markieren. Nach den langen Minuten der Besinnung war es wohl auch dem letzten Altreetzer Akteur klar, dass sie nicht an einem übermächtigen Gegner gescheitert waren, sondern die Partie durch ihre indiskutablen Angriffsleistungen selber vergeigt haben.

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