Die große Pokalüberraschung blieb aus – Ein Spiel auf Biegen und Brechen

Erstellt am Montag, 10. Januar 2011 Geschrieben von Fritz Gesch

ImageObwohl das TSV Team im Pokalspiel gegen den HSC 2000 Frankfurt/Oder nicht einmal in Bestbesetzung antreten konnte, lieferten sie sich mit dem haushohen Favoriten eine überaus spannende Auseinandersetzung. Im ersten Spielabschnitt waren die Reetzer von Beginn an das spielbestimmende Team. Sie ließen die Frankfurter kaum wirkungsvoll zum Zuge kommen. Sichtbarer Ausdruck ihrer Spielstärke war, dass sie ihren Pokalgegner nicht ein einziges Mal gestatteten in Führung zu gehen. Zehn Minuten vor dem Pausenpfiff führte der TSV sogar mit 3 Treffern (10:7). Die Oderbrücher, die völlig unbeschwert in diese Partie gegangen waren, standen nicht nur in der Abwehr ihren Mann, sondern wussten auch im Angriffsgeschehen zu überzeugen. Ihr Kontrahent dagegen hatte mit der schnörkellosen Spielweise der TSV Sieben so seine Probleme und konnte sich bei weitem nicht so gut in Szene setzen wie im Punktspiel zuvor. Besonders Mario Srock machte der Frankfurter Deckung zu schaffen und avancierte mit seinen 6 erzielten Treffern zum Reetzer Torschützenkönig. Positiv für den TSV wirkte sich auch aus, dass Mannschaftskapitän Oliver Schirrmann im Team der Gastgeber wieder überzeugend Regie führte. Kurz vor dem Pausenpfiff gelang es dem Gästeteam allerdings den Ausgleich zum 11:11 zu erzielen. So war die Spielentscheidung wie so oft auf den 2. Sielabschnitt vertagt. In der 2. Halbzeit steigerten sich die Gäste, ohne dass sie zunächst die zweimalige Führung der Heimtruppe verhindern konnten (12:11, 14:13). Im weiteren Spielverlauf bestimmten die Frankfurter zunehmend das Spielgeschehen. Die Hausherren sträubten sich mit allen Mitteln gegen die drohende Niederlage. Ihnen gelang aber nur in der 46. Spielminute der Ausgleichstreffer zum 16:16. So sehr sich auch alle Altreetzer Aktiven weiterhin anstrengten, mehr war an diesem Tag nicht drin. „Tausendsassa“ Tobias Petruschke im Reetzer Tor zog die gegnerischen Bälle wie ein Magnet an und bewahrte seine Truppe so vor einem größeren Rückstand. Eine ähnlich bravouröse Leistung im Abwehrgeschehen bot Nico Rusche. Weil auch Mirko Listemann, Raik Bandemar, Lars Herzberg und Guido Herse mit schönen Treffern von der Außenposition und der Kreismitte den Frankfurter Torhüter mehrmals überwinden konnten, waren die Gäste am Ende heilfroh, mit ihrem 23:20 Torerfolg einer unerwarteten Pokalpleite knapp entgangen zu sein. Eine ähnlich starke Leistung müssen die Reetzer zeigen, wenn sie im Ortsderby auf ihren Dauerrivalen der Wriezener Eintracht treffen und diese Partie gewinnen wollen.

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